Breaking News: Evolution übernimmt NetEnt und feuert Belegschaft

Es hat sich den ganzen Herbst über angebahnt. Evolution übernimmt den Produzenten NetEnt, nach etlichen Verzögerungen.

Der Deal stand wochenlang auf der Kippe und scheint nun über die Bühne gegangen zu sein. Als Begrüßungsgeschenk bekommen die Angestellten auf Malta von den neuen Besitzern direkt die Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses.

Evolution kauft NetEnt: Was ist passiert?

Bereits im Juni gab es ein Angebot, das Geschacher um den Deal hat sich aber dann doch noch ewig lange hingezogen. Evolution Gaming ist bekanntlich der größte Anbieter von Live Casino-Spielen mit echten Dealern in der lettischen Hauptstadt Riga.

NetEnt gehört seit mehr als 10 Jahren zu den populärsten Herstellern von Spielautomaten für Online Casinos. Unter anderem gehen die Klassiker Gonzo’s Quest, Starburst und Dead or Alive auf ihr Konto, ebenso wie der Millionen-Jackpot Mega Fortune.

Zunächst standen Summen von mehr als 2 Milliarden Euro für die Übernahme im Raum, letztlich hat man sich auf 19,6 Milliarden schwedische Kronen geeinigt, was 1,9 Milliarden Euro entspricht.

Es handelt sich um einen echten Mega-Deal, denn hier wachsen zwei absolute Giganten des europäischen Online-Glücksspiels zusammen.

Zudem verfügt Evolution nun über ein Quasi-Monopol im Bereich der Live Casino-Spiele. NetEnts Live-Dealer rangierten nämlich auf einem guten zweiten Platz hinter Evolution selbst. Anbieter wie Authentic Gaming verfügen nur über einen sehr kleinen Marktanteil. Evolution kontrolliert nun mehr als 95% des europäischen Live Dealer-Marktanteils.

Erster Dezember: Tag der Kündigungen

Am 1. Dezember nun erhielten Berichten von Whoswho zufolge 300 von insgesamt 325 Angestellten im maltesischen NetEnt-Büro die Kündigung. Sie wurden zum Arbeitsbeginn von Securitys begrüßt und ihnen wurde bis 18 Uhr am selben Tag eingeräumt, ihre persönlichen Sachen zu räumen.

Heißt das, dass es keine neuen NetEnt-Slots mehr gibt?

Netent Logo Nein, es dürfte weiterhin neue NetEnt-Spiele geben. Die Angestellten werden sich über dieses verfrühte „Weihnachtsgeschenk“ natürlich nicht freuen. Das bedeutet aber nicht, dass im Zuge dieser Massenentlassung keine Operabilität mehr bestünde.

Natürlich werden die Strukturen in den kommenden Wochen mitunter im Chaos versinken. Es scheint aber, dass NetEnts Angestellte aus den Büros in anderen Ländern (wie Schweden) davon nicht oder kaum betroffen sind.

Die Kreativabteilung existiert demnach unverändert weiter. Nur in einigen Bereichen des Marketings und Account Managements wird es wohl zu drastischen Veränderungen kommen.

NetEnts Geschäftsführerin Therese Hildman hat sich zur Massenentlassung bislang offenbar nicht geäußert.

So reagiert die Börse

Es handelt sich bei beiden Akteuren um schwedische Unternehmen, die in der Gesellschaftsform AB an der Stockholmer Börse gehandelt werden. Nach Bekanntwerden der ersten Infos zur Übernahme im Juni hat sich NetEnts Aktienkurs verdoppeln können.

Auch die Evolution Gaming-Aktie konnte zuletzt gut zulegen, seit Mitte September zum Beispiel rund 20% Wertzuwachs.

Am frühen Morgen des heutigen 1. Dezember gab es zeitgleich mit den Big News einen Fall des Kurses von rund 2%, doch dieser Trend setzte sich im weiteren Tagesverlauf nicht fort.

Wie geht es weiter?

Da die 300 Angestellten erst heute informiert wurden, tun sich aktuell noch viele Fragezeichen auf. Der Standort von Evolution Gaming, der sich direkt am Flughafen in der Gemeinde Luqa befindet, dürfte bestehen bleiben. Evolution selbst hat nämlich auch einige Beschäftigte auf Malta.

Die Übriggebliebenen NetEnt-Malteser dürften sich schon bald ein Büro mit Evolution teilen. Interessant ist, dass die Zufriedenheit der Angestellten von Evolution auf Malta laut dem Bewertungsportal Glassdoor recht hoch ist. Bei NetEntertainment dagegen hat es in der Vergangenheit immer wieder negative Reviews gegeben.

Die genauen Gründe und Hintergründe der Massenentlassung bei NetEnt sind zunächst unklar. Es liegt nun an der Evolution-Geschäftsführung um Mitgründer und CEO Jens von Bahr, in dieser Hinsicht für Klarheit zu sorgen.

Unbestritten ist, dass es sich nun nach der Fusion von Evolution mit NetEnt um einen Gaming-Riesen handelt, aber auch, dass es weiterhin viele Spieleschmieden gibt. Es sind in den letzten Jahren einige neue Spielehersteller auf der großen Gambling-Bühne erschienen, wie zum Beispiel Big Time Gaming und Pragmatic Play.

Und Evolution dürfte auch gehörig unter Druck stehen. Wo hohe Summen im Spiel sind, die nicht komplett auf Eigenkapital basieren, da müssen Kosten gesenkt werden.

Wir können an dieser Stelle nur spekulieren, doch Gerüchte besagen: Die 300 Angestellten sind hohen Krediten, die im Rahmen der NetEnt-Übernahme bedient werden müssen, zum Opfer gefallen.

Letztlich sind die Hintergründe derzeit aber nur in der Chefetage nahe des maltesischen Flughafens bekannt.

Autor: "Daniel" - Status: Experte
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Zwar war ich schon früh hier und da in Spielotheken und Wettshops, doch so richtig kam ich erst durch die Maloche ans Glücksspiel. Seit gut 10 Jahren nun arbeite ich mittlerweile für verschiedene Online-Casinos. Ich setze mich niemals nur aus einer Laune heraus an die Automaten. Wenn ich spiele, ist das eine reiflich überlegte Freizeitgestaltung, und immer mit festem Budget. Ich analysiere und ja, ich jage gezielt nach guten Bonusangeboten. Ansonsten verbringe ich gern Zeit in Kneipen und beim Fußball. Das reicht von den großen Stadien bis hin zum kleinen Dorfplatz. Dort, wo das Bier günstig ist und der Meckeropa meckert.

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